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ERSTAUSBILDUNG FÜR JUNGE REHABILITANDEN

Zum 01.10.1992 wurde der BBZ e.V. vom Arbeitsamt Neuruppin beauftragt, für ca. 20 junge Männer und 20 junge Frauen behindertenspezifische Ausbildung zum Metallbearbeiter und zur Hauswirtschaftshelferin durchzuführen. Seitdem entwickelte sich der Bereich zu einer Einrichtung für berufliche Rehabilitation, in der weit über 200 behinderten Jugendlichen eine Berufsausbildung in 8 Berufen angeboten wird. Die Ausbildung entspricht den §§ 64ff BBiG / §§ 42 k-m HWO und wird nach den aktuell gültigen Ausbildungsordnungen bzw. -regelungen durchgeführt.

Auftraggeber ist die Agentur für Arbeit, welche die Durchführung behindertenspezifischer Ausbildung gem. § 102 Abs. 1 SGB III fördert.

Teilnehmer dieser Ausbildung sind behinderte Jugendliche und junge Erwachsene, die wegen ihrer Behinderung besondere Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bedürfen. Ziel ist es, die jungen Rehabilitanden nachhaltig in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft zu integrieren. Dazu bietet der BBZ e. V. ihnen besondere Leistungen an:

  • Die Bereitstellung von Personal, das in bezug auf Erscheinungsbilder und Auswirkungen von Behinderungen hinsichtlich behinderungsspezifischer Ansätze und Angebote erfahren ist.
  • Definierte und überprüfte Verfahren und Instrumente zur Kompetenzfeststellung von Teilnehmenden.
  • Angebote der begleitenden Lernförderung und des Stützunterrichtes.
  • Angebote der sozialpädagogischen Begleitung und Beratung.
  • Behinderungsspezifische Angebote von Fachdiensten.
  • Verfahren und Instrumente zur Unterstützung der Integration in Beruf und Gesellschaft.
  • Die Bereitstellung von Didaktiken, Methoden und Medien mit denen individualisiert und anforderungsgemäß qualifiziert werden kann.
  • Die Bereitstellung moderner, auf die beruflichen Anforderungen hin ausgerichteter Räume und Technik.
  • Der Aufbau von und die Zusammenarbeit in für die berufliche Rehabilitation sinnvollen Netzwerkstrukturen.
  • Genau definierte Verfahren und Instrumente zur Qualitätssicherung.

Die größte Gruppe junger Menschen mit Behinderung sind die mit Lernbehinderungen. Oft sind Lernbehinderungen gepaart mit anderen Formen von Behinderungen und Einschränkungen (z. B. mit psychischer Behinderungen, gesundheitlichen Einschränkungen und Verhaltensauffälligkeiten). Deshalb ist das Vorhalten besonderer Leistungen der Rehabilitation und die Möglichkeit der individuellen Angebote im Rahmen von besonderen Leistungen im BBZ e. V. von großer Bedeutung für die Integration in Beruf und Gesellschaft.

Die Jugendlichen in unseren Maßnahmen sind aufgrund individueller Faktoren behindert/beeinträchtigt und die Behinderungen wirken sich unterschiedlich aus. Deshalb setzt unsere individuelle Qualifizierungs-, Förder- und Integrationsplanung an den jeweiligen Voraussetzungen, Kompetenzen und Zielen an.

Um dem gerecht zu werden, arbeiten die Mitarbeiter unserer Einrichtung mit allen an der Förderung unserer Einrichtung in rehabilitationsgerechten Netzwerkstrukturen zusammen, das sind insbesondere:


Die Integration ins gesellschaftliche Leben schließt neben der Vermittlung in Arbeit auch den möglichen Übergang in betriebliche Ausbildung ein. Deshalb ist eine konkrete, zielbestimmte und partnerschaftliche Kooperation mit den Betrieben unumgänglich. Der BBZ e. V. ist Partner vieler kleiner und mittlerer Unternehmen und gewinnt viele von ihnen für die Mitarbeit im Sinne unseres Auftrages. Wir unterstützen unsere Betriebe bei der Übernahme Jugendlicher in Ausbildung bzw. Arbeit durch:
  • Kennenlernen der Auszubildenden durch Praktika und betriebliche Ausbildungsphasen
  • Coaching der ausbildenden Mitarbeiter
  • Vermittlung bestimmter Ausbildungsinhalte im BBZ e. V. / Trainings
  • sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmer
  • Prüfungsvorbereitung für Auszubildende
  • Beratung zu Fördermöglichkeiten bei der Einstellung Behinderter
  • Übergangshilfen bzw. Nachbetreuung für die Teilnehmer
In folgenden Berufen bilden wir z. Z. behindertenspezifisch aus:
  • Metallbearbeiter/-in
  • Holzbearbeiter/-in
  • Bau- und Metallmaler/-in
  • Hochbaufachwerker/-in
  • Bürokraft
  • Beikoch/Beiköchin
  • Helfer im Gastgewerbe

Die Ausbildungsdauer für alle Berufe beträgt 3 Jahre. Die Ausbildung endet mit einer Prüfung vor der IHK bzw. Hwk.

In all den Jahren konnten die Mitarbeiter unserer Einrichtung mehr als 95% der Prüfungsteilnehmer in allen Berufen zum erfolgreichen Berufsabschluss führen.